Wenn Sie eine Facebook Seite für Unternehmen erstellen (Fanpage), ist das Facebook Impressum ebenso Pflicht, wie das auf Ihrer Internetseite.

Ein Verstoß gegen die Impressumpflicht birgt die Gefahr einer Abmahnung durch die Konkurrenz oder eines Bußgeldes von bis zu 50.000 €.

Rechtliche Grundlage für die Facebook Seite von Unternehmen

Rechtlich begründet sich die Pflicht für das Facebook Impressum auf dem Telemediengesetz (TMG), in dem die Inhalte für die allgemeinen und besonderen Informationspflichten in §5 und §6 geregelt sind! Urteile zur Anbieterkennzeichnung im Internet wurden bereits am 20.07.2006 vom Bundesgerichtshof gefällt (I ZR 228/03).

Folgende Vorgaben sollten bei der Facebook Seite für Unternehmen beachtet werden, wenn ein Facebook Impressum erstellt wird:

  1. Leicht erkennbar (an gut wahrnehmbarer Stelle) mit Kontakt oder Impressum gekennzeichnet
  2. Unmittelbar erreichbar (2-Klick-Regel) max. durch zwei Links erreichbar
  3. Ständig verfügbar heißt, dass es ein dauerhaft funktionstüchtiger Link sein muss

Leistungen

Die praktische Umsetzung des Facebook Impressum

In der Rubrik Info:

Leistungen

Findet man den Button “bearbeiten”:

Leistungen

Sie befinden sich nun im Menüpunkt “allgemeine Informationen”.

Dort tragen Sie in dem Unterpunkt “kurze Beschreibung” Ihr Impressum wie folgt ein: Impressum: www.ihre-firma.de/impressum und verweisen damit direkt auf das Impressum der eigenen Firmenhomepage. Bitte beachten Sie bei der Textlänge in diesem Feld, dass Ihr Impressum durch zuviel Text auch außerhalb des Sichtbereichs rutschen kann und dadurch nicht den rechtlichen Anforderungen entspricht!

Leistungen

Fazit

  • Diese Pflicht für das Facebook Impressum bei der Erstellung einer Facebook Seite für Unternehmen ergibt sich meines Erachtens auch für weitere Social-Media-Auftritte wie z.B. Twitter. Denn die Anbieterkennzeichnungspflicht besteht, wenn der Anbieter den Internetauftritt geschäftsmäßig zur Nutzung bereit hält. Dabei ist zu beachten, dass „geschäftsmäßig“ ein viel weiterer Begriff als „gewerbsmäßig“ ist.
  • Manche Gerichte vertreten die Ansicht, dass das Angebot schon als „geschäftsmäßig“ zu bezeichnen ist, wenn die Tätigkeit nicht auf den Einzelfall beschränkt ist. Eine Gewinnerzielungsabsicht ist dabei nicht ausschlaggebend.
  • Hilfe hierzu können Sie auch von uns erhalten!