Die Tücken mit Onlinerechnern und der Erstinformation

In Zeiten des digitalen Produktwettbewerbs, nutzen Makler zunehmend Onlinevergleichsrechner auf ihrer Maklerhomepage. Für Kunden und Interessenten ein sinnvoller Service, um online Produkte zu vergleichen und abzuschließen. Genau hier lauert jedoch eine Haftungsfalle, die schnell in eine Abmahnung münden kann, wie zuletzt das Urteil gegen Check24 gezeigt hat.

Wodurch entsteht die Haftungsfalle?
Jeder Vermittler muss beim Erstkontakt einen Interessenten über seinen Vermittlerstatus aufklären. Dies gilt auch für die Maklerhomepage– insbesondere dann, wenn online Abschlussmöglichkeiten angeboten werden. Auch im digitalen Vertriebsprozess gelten die gleichen gesetzlichen Voraussetzungen für die Übermittlung der Erstinformation: Schriftform, dauerhafter Datenträger und nachträglich nicht veränderbar.

Ein möglicher Lösungsweg
Eine Verlinkungen auf eine entsprechende Unterseite mit der Erstinformation ist per Gesetz nicht ausreichend, da diese zu leicht übersehen werden kann. Darum empfehlen wir, den Homepagebesuchern die Erstinformation aktiv anzubieten – ähnlich der mittlerweile häufig anzutreffenden „Cookie-Erlaubnis“.

Um der gesetzlichen Anforderung eines dauerhaften Datenträgers und der Unveränderbarkeit der Informationen zu entsprechen, sollte auf der Seite mit der Erstinformation zusätzlich die Möglichkeit eines PDF-Downloads angeboten werden, da dieser von einem Smartphone nicht ohne weiteres möglich ist.

Fazit
Der Einsatz von Onlinevergleichsrechnern ist sinnvoll, alleine schon um den Bestandskunden ein „Ventil“ für Produkt- und Preisvergleiche anzubieten und so ein Abwandern zu verhindern. Wer online auch Abschlussmöglichkeit anbietet, muss die „Erstinformation“ vorhalten, sonst droht eine Abmahnung. Der Einbau ist nicht ganz leicht, aber nach dieser Anleitung kann er gelingen.