Achtung: Neue Abmahnwelle

Zurzeit werden wieder Vermittler von der Fareds Rechtsanwaltsgesellschaft mbH abgemahnt. Die Abmahnende ist die Honorar-Finanzanlagenberaterin Fidentus GmbH. Sie wirft den Vermittlern vor, mit reiner Honorarberatung nach § 34h GewO zu werben, obwohl diese ausweislich des Vermittlerregisters lediglich eine Erlaubnis als provisionsbasierte Vermittler nach § 34f GewO besitzen.

Zum Sachverhalt

Die Fidentus GmbH mahnt an, dass zweitgleisig fahrende Vermittler die werbewirksamen Effekte, die eine unabhängige und nicht nach Interessen des Vermittlers gesteuerte Beratung mit sich bringt (§ 34 h GewO) ausnutzen.

Was wird gefordert?

Die Fidentus GmbH fordert die Vermittler dazu auf, das Bewerben oder sogar Ausführen von Honorarberatungen gänzlich zu unterlassen, wenn diese nicht durch die notwendige Erlaubnis gestützt sind. Die damit verbundene Vertragsstrafe kann sich auf über 5.000 € je Wiederholung des Wettbewerbsvorstoßes belaufen, zuzüglich der Rechtsverfolgungskosten, die schnell eine 4 stellige Summe betragen können.

Was gilt es zu beachten?

Im Falle einer Postsendung von der Fareds Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Form einer Abmahnung, einer einstweiligen Verfügung oder sogar einer Hauptsacheklage wegen eines Wettbewerbsverstoßes, sollte folgendes beachtet werden:

  • Auf keinen Fall selbst Kontakt mit der Gegenseite aufnehmen, sondern bei einen spezialisierten Rechtsanwaltlichen Rat suchen.
  • Keine von der Gegenseite vorgefertigten Unterlassungserklärungen unterschreiben.
  • Vorerst keine Auskünfte erteilen und keine geforderten Beträge aus der Abmahnung bezahlen.
  • Die im Brief gesetzten Fristen einhalten um weitere Kosten von drohenden rechtlichen Schritten durch Fristversäumnisse vermeiden.

Fazit

Wir empfehlen Vermittlern dringend, ihre Kommunikationsmedien, ihre Maklerhomepage und ihre Social Media-Auftritte auf eine korrekte Darstellung der vorliegenden Erlaubnis zu überprüfen.